Nach einem ereignislosen Flug kamen wir am Nachmittag in Kuala Lumpur an. Wir hatten uns schon um ein Hostel gekümmert, das zwar eigentlich zu teuer war, aber wir wollten endlich mal wieder ein wirklich sauberes Bett haben. Ähnlich wie das Hostel in Sankt Petersburg hatte dieses gerade erst eröffnet und alles, besonders die Toiletten, war noch total neu und sauber. Es gab WIFI und wir konnten uns endlich mal um die Homepage kümmern, Wäsche waschen und ein bisschen die Füße hochlegen. Wir hatten ein ganzes Sechs-Bett-Dorm für uns alleine und die Zeit wirklich genossen (es heißt übrigens Ribbon Stayyz).

Am ersten Tag machten wir uns auf zu einer Erkundungstour der Gegend um unser Hostel und waren natürlich zu allererst  wie angekündigt bei McDonalds und haben uns den größten Hamburger gekauft, der zu bekommen war (Mega Mac). Vollgefuttert und glücklich stellten wir fest, dass unser Hostel in unmittelbarer Nähe der China Town und damit dem Fake Market lag. Rolex, Armani Jeans oder teure Schuhe bekommt man hier mal in besserer, mal in schlechterer Qualität. Wir sind also erst mal ein bisschen bummeln gewesen. Nach einer mittellangen Diskussion über die Notwendigkeit eines ferngesteuerten Hubschraubers auf Rucksackreisen haben wir uns gegen den Hubschrauber entschieden. :( Stattdessen haben wir uns den neusten Harry Potter Film auf DVD gekauft, da es im Hostel einen Fernseher mit DVD Player gab. Leider war die Qualität der DVD sehr schlecht und ganz bestimmt war es keine Original-DVD oder eine Kopie davon, sondern ein verbotener Mitschnitt aus dem Kino. Selbst die Untertitel in Englisch waren anscheinend nachträglich eingefügt. Leider hatte der Autor der Untertitel niemals Harry Potter gelesen, noch verfügte er über die nötigen Englischkenntnisse. Aus Dumbledore wurde Dum di Do oder Hermine wurde Here we oder aus Hogwards wurde Backwards :) Alles in allem war es wirklich lustig, aber von dem Film haben wir nicht mehr viel mitbekommen und beschlossen ihn dann doch irgendwann noch mal im Original zu sehen.

Die Tage in Kuala Lumpur gingen sehr schnell vorbei. Wir haben uns Zeit zum shoppen genommen, uns um die Homepage gekümmert, Fotos sortiert, wichtige Sachen erledigt, wie endlich mal wieder Sushi essen, zum Frisör gehen, Wäsche waschen lassen etc. Leider war das Wetter nicht so berauschend, da es fast jeden Tag Hunde und Katzen geregnet hat. Da wir aber ein eigenes "Wohnzimmer" mit riesigem Panoramafenster hatten, war auch das eigentlich ganz gemütlich.

Man muss auch sagen, dass uns der Multi-Kulti-Mix in dieser eigentlich muslimischen Hauptstadt begeistert hat: die tief verschleierte Muslimin saß neben der Chinesin im tief ausgeschnittenen Minikleid und niemand stört sich daran.

Leider haben wir auch fast einen ganzen Tag verloren, weil wir verkatert im Bett lagen. Aber der Reihe nach: in Chennai hatten wir uns im Duty Free eine Flasche Absolut Wodka gekauft. In unserem Hostel haben wir dann zwei sehr nette Norweger kennen gelernt, mit denen wir die Flasche an einem Abend geleert haben. Sicherlich hört sich das jetzt viel an, aber auf vier Personen verteilt, macht das etwa drei Longdrinks, was dann wiederum nicht übermäßig viel ist. Schon am Abend ging es uns nicht so besonders gut und am nächsten Tag hatten Sven und ich einen fürchterlichen Kater, der in keinem Verhältnis zu der Menge stand was wir getrunken hatten und auch den Norwegern ging es nicht besser. Wir sind uns nicht sicher, ob an dem Alkohol etwas gepanscht gewesen sein könnte... obwohl wir ihm auf einem internationalen Flughafen und natürlich nicht an einem Straßenstand gekauft hatten! Aber wenn man sich anschaut was  hier alles gefälscht wird, macht man sich so seine Gedanken.





Am letzten Tag haben wir noch eine Stadtrundfahrt mit einem Sightseeing Bus gemacht, was ein ziemlicher Reinfall war. Die im Flyer angekündigten Audioguides in 18 verschiedenen Sprachen stellten sich als ausführliche Stationsansagen auf Englisch heraus. Etwa als würde die U-Bahn Ansage nicht nur "Friedrichstraße" lauten, sondern zusätzlich erwähnen, dass es rechts runter zur Uni geht und geradeaus zu Unter den Linden. Wir sind die Runde trotzdem weiter mit gefahren, da es auch ohne Erklärung ganz schön war, sich bequem alles anzuschauen.   

Wir sind am TV-Tower vorbei, dem Birdspark und den Patrona Towers, die wir uns schon am Abend vorher angeschaut hatten. Wir waren noch in der riesigen Mall unter den Patrona Towers und sind noch ein wenig durch den Park geschlendert, der zu den Türmen gehört.

Am nächsten Tag sollte es auch schon weiter auf die Philippinen gehen. Unser Flug nach Manila sollte schon sehr früh starten, daher entschlossen wir uns auf dem Flughafen zu übernachten. Da wir nicht wussten wie es mit der Fast Food Situation auf den Philippinen aussieht, waren wir mittags noch mal vorsorglich noch einmal bei McDonalds gewesen. Als wir dann am Bus Terminal ankamen, von wo aus der Flughafenbus startete, stellten wir fest, dass die einzigen Möglichkeiten noch etwas zu essen zu bekommen McDonalds und Burger King waren :) Nachdem wir also in fünf Tagen vier Mal bei McDonalds waren,  beschlossen wir, in den nächsten drei Wochen auf den Philippinen auf Fast Food zu verzichten...