Tada, wir sind back in Asia. Wie erwartet hat es in Kuala Lumpur geregnet und es war eine Tortur durch den strömenden Regen und dem ganzen Gepäck unser Hostel zu suchen. Wir hatten uns diesmal für ein anderes Hostel entschieden, dass aber wieder in Chinatown lag, so dass wir ziemlich genau wussten, welchen Straßenstand wir am Abend ansteuerten. Natürlich hat uns Melbourne noch gefehlt, aber wir haben es genossen, wieder im asiatischen Chaos zu sein :) Und es war so billig! Das Abendessen für zwei Personen hat soviel gekostet wie ein kleiner Kaffee in Australien!


Am nächsten Tag haben wir zuerst Kisten von der Post geholt und waren danach in der Botschaft von Myanmar um unser Visa zu besorgen. Meine Güte, so ein Durcheinander haben wir noch nie erlebt. Glücklicherweise hatten wir es vorher organisiert unsere Dokumente zu kopieren und waren relativ schnell wieder draußen. Danach waren wir in der Mall vom letzen Mal wieder shoppen, haben nachmittags angefangen unser Gepäck zu sortieren und schon mal die ersten Kisten gepackt, bevor wir abends mit Jan und Mark aus Münster was trinken waren und einen lustigen Abend hatten. Am nächsten Tag hat es wieder geregnet, aber wir haben erstmal ausgeschlafen, am Nachmittag unser Visum abgeholt und dann...


 tja, was soll man auch bei strömendem Regen anderes machen als shoppen ;) An unserem letzten Tag hat unsere große Post-Aktion begonnen: bewaffnet mit 6 Paketen, 60m Frischhaltefolie und 3 Rollen Packband haben wir von morgens bis nachmittags die Leute vom Postamt amüsiert, weil wir immer wieder in mehreren Etappen da anmarschiert sind. Jetzt schippern unsere Schätze über den Ozean und hoffentlich kommen sie alle heile an. Eigentlich wollten wir noch einen indischen Tempel in einer Höhle angucken (Batu Caves), aber der Sturzregen hat uns mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also waren wir noch kurz auf dem Fake-Market und haben Sven, dem seine Uhr zerbrochen war, für den wahnsinnigen Preis von 2,50 Euro eine "absolut echte und extrem hoch-qualitative" (O-Ton-Verkäufer) Armbanduhr gekauft, bevor wir mit dem Bus zum Flughafen gefahren sind. Wo es hin gehen sollte? Auch die Insel Pulau Langkawi im Nordwesten Malaysias. Hier wollen wir 1-2 Tage am Strand verbringen, bevor wir nach Thailand übersetzen.


Der Flug nach Langkawi hat nur eine Stunde gedauert, aber es war unser bisher schlimmster Flug, da wir mitten durch ein Gewitter mit heftigen Blitzen geflogen sind. Unser Flugzeug fiel von einem Luftloch in das nächste und die Passagiere haben freiwillig ihre elektronischen Geräte ausgeschaltet... Nun ja, wir haben es ja überlebt. Auf Langkawi goss es in Strömen. Da wir recht spät angekommen sind, hatten wir im Vorfeld eine Unterkunft mit Airport-Pickup gebucht. Das Zackry Guesthouse war zwar ganz nett, aber wir haben selten so unfreundliche Besitzer und Mitarbeiter erlebt! Daher haben wir uns schon am nächsten Tag auf die Suche nach einer anderen Unterkunft begeben. Wir wollten das eigentlich ganz schnell machen und dann endlich an den Strand (denn es regnete ausnahmsweise mal nicht), doch natürlich wurde daraus eine stundenlange Aktion, auch weil wir nebenbei erfahren haben, dass die Insel "Duty and Tax Free" ist und wir natürlich den Shops Besuche abstatten mussten. Vollkommen verbrannt (da keine Sonnencreme aufgetragen - wir müssen erst mal wieder in den Reisealltag reinkommen) sind wir nachmittags wieder in unserer Unterkunft angekommen, wo wir Sara und Christoph aus Köln kennen gelernt haben und mit ihnen abends in einer Strandbar (selbstverständlich bei Regen und Gewitter - langsam hatten wir genug...) waren. Die beiden kamen gerade aus Thailand und haben uns schöne Tipps gegeben, die wir hoffentlich verwirklichen können.


Für den nächsten Tag war Sonnenschein vorhergesagt, daher mieteten wir uns, nachdem Sven und ich in die Rainbow Lodge umgezogen waren, mit den beiden Scooter und sind auf der Insel herumgedüst. Erster Stopp war an einem kleinen Wasserfall, wo wir uns herrlich erfrischen konnten. Auf Langkawi sind die Brillenlanguren beheimatet und wir hatten auf dem Rückweg das unglaubliche Glück, eine ganze Herde davon zu sichten! Auch die Vogelwelt ist wieder ein Augenschmaus gewesen. Wir sind dann noch bis in den Norden der Insel gefahren, weil wir an den Tanjung Rhu Beach wollten. Der wurde aber leider gerade geschlossen, weswegen wir uns auch mit dem danebenliegenden Strand zufrieden gaben. Den Tag haben wir dann bei Sonnenuntergang mit Radler und Bananenmilchshake ganz gemütlich ausklingen lassen.





Unsere Nacht in der neuen Unterkunft war nicht ganz so toll, da es keinen Haken für unser Moskitonetz gab und dann morgens um halb sechs der Muezzin zum Gebet rief. Alles klar, kein Problem, schließlich war dies nicht unser erstes muslimisches Land, aber was wir noch nie erlebt hatten, war die Tatsache, dass der gesamte Gottesdienst in vollster Lautstärke eine Stunde lang übertragen wurde! Da halfen auch keine Ohropax mehr. Echt, selbst in Kairo hatte man das nicht für nötig befunden und wir empfanden es als reine Stress-mache-Aktion. Sven ist auch mit der übelsten Erkältung aufgewacht und fühlte sich nicht gut. Trotzdem sind wir gegen Mittag mit unserem Scooter in den anderen Teil der Insel gedüst, weil wir mal wieder ein Paket bei der Post aufgegeben haben. Danach haben wir es endlich an den Tanjung Rhu Beach geschafft, der an sich zwar schön und ruhig, aber das Wasser ziemlich schlammig war. Auch die riesigen Königsadler, für die Langkawi berühmt ist, schwebten majestätisch über uns. Aber dann kam der Schock: wir haben uns mit unserem Sarong an den Strand gelegt, ich stütze mich auf dem Sand ab und zucke sofort zurück, weil ich mich an was sehr Spitzem gestochen habe. Wir guckten also nach, dachten an einen kleinen Krebs oder so und was war es?!? Eine alte Spritze, die jemand mit der Nadel nach oben in den Sand eingebuddelt hatte!!!!!!!! Übel krass, oder???? Wir haben meine Hand akribisch nach einem Einstichloch und kleinsten Blutspuren abgesucht, aber der Sarong hat wohl das Schlimmste verhindert. Echt, das hätte auch echt anders ausgehen können!

Sven fühlte sich auch immer schlechter, weswegen wir schnell wieder abgefahren sind. Trotzdem hat es noch lange gedauert bis wir endlich abends im Bett waren. Wir mussten nämlich noch entscheiden, wo es hingehen sollte. Eigentlich wollten wir auf die thailändische Insel Koh Lipe, die nur 1 ½ Stunden von Langkawi entfernt liegt und die ein absolutes Paradies sein soll. Leider war schon die Speedbootfahrt dahin extrem teuer und mit günstigen Unterkünften sah es auch nicht gut aus. Dann ist es auch teuer, von der Insel wieder weg zu kommen und wir haben uns letztendlich dagegen und uns für eine Fahrt nach Krabi entschieden. Da es schon zu spät war alles selbst zu organisieren, mussten wir über eine teure Travel Agency buchen. Sven ging es zum Abend hin ziemlich schlecht und wir haben mit Sara und Christoph nur noch schnell Fotos ausgetauscht, bevor wir uns ganz herzlich verabschiedet haben.


Nachtrag... leider haben wir die Fotos von Sara und Christoph aus irgendeinem Grund doch nicht kopiert, oder zumindest können wir sie nirgends finden. Deshalb haben wir nur 2 Fotos von den beiden, obwohl wir wirklich viel mit ihnen unterwegs waren.

Und an die beiden persönlich: Gerade sitzte ich auf der Terrasse vom Thipwimarn Resort, danke ihr zwei, der Tipp war der Hammer.