Macao war die erste portugiesische Kolonie in Asien und die Stadt sollte noch ein mediterranes Flair haben. Außerdem befindet sich hier das "Las Vegas Asiens", also Kasinos bis zum Abwinken. Da wir unseren Pass vergessen hatten und nochmal zum Hostel zurücklaufen mussten, dauerte es wirklich lange bis wir nach einer sehr schaukligen Fährüberfahrt endlich um 17 Uhr in Macao ankamen. Wir haben uns das alte Stadtzentrum angeschaut und mit dem öffentlichen Bus eine Art Sightseeingtour gemacht, sind ein bisschen durch die Straßen geschlendert und haben uns abends mit einem kostenlosen Shuttlebus zum größten Kasino "The Venetian" fahren lassen. Für die, die noch nie was von dem Kasino gehört haben: das Venetian in Macao ist 3x größer als das MGM Grand in Las Vegas (das größte Kasino dort).


Das liest sich ja schon mal eindrucksvoll aber wenn man mal da ist... Meine Güte - die spinnen die Chinesen! Die haben doch glatt halb Venedig in Originalgröße nachgebaut! Die Decke war ein Himmel, so dass man nicht wusste, welche Tageszeit gerade draußen war und man konnte mit Gondeln künstliche Kanäle langfahren. Und das war nur eines von vielen Kasinos! Im Gegensatz zu Hong Kong hatten wir den Eindruck, dass Macao nur für Asiaten gemacht war, denn Englisch war nicht wirklich weit verbreitet und wir sind als Westler auch stark aufgefallen.



An unserem letzten Tag in Hong Kong haben wir nicht wirklich viel gemacht außer in der kostenlosen Skylobby im 48. Stockwerk des Central Plaza Building die Aussicht genossen. Am Nachmittag sind wir zurück nach Kuala Lumpur geflogen, wo wir dann exakt 24 Stunden Aufenthalt hatten. Wir haben auf dem Flughafen geschlafen, tagsüber die letzten Souvenirs eingekauft und waren abends zum Abschluss unserer Asienreise nochmal in dem tollen Shangri-La Restaurant essen.

Irgendwie konnten wir es noch gar nicht glauben, wie schnell die letzten sechs Wochen an uns vorbei gerast waren. Noch weniger realisierten wir, dass es jetzt wirklich Abschied nehmen von Asien/ Australien hieß. Wir haben die letzten 14 Monate so viel erlebt und gesehen was noch nicht verarbeitet war. Trotzdem freuten wir uns natürlich auf Zuhaus, Freunde, Familie, das eigene Bett und ein wirklich sauberes Bad.